Durchlässigkeit ermöglichen: Wege in die Pflege durch das Modellprojekt Connect

EINLEITUNG 

Das Projekt Connect wurde 2018 im Rahmen des Calls „Verbesserung der Durchlässigkeit des Bildungssystems und des Zugangs zu höherer Bildung“ von bmbwf & esf mit den Arbeitsfeldern Übergangsmodule nach dem Pflichtschulabschluss und Studienberechtigungsprüfung beantragt. Die im Call beschriebene „Entwicklung von modellhaften Angeboten, die Übergänge zu weiterführender Bildung der Sekundarstufe II und in Berufsfelder ermöglichen (z. B. auf Ebene der 9. Schulstufe)“¹  wurde mit der Konzeption eines zweistufigen Modells umgesetzt, das sowohl Anschlussperspektiven in höhere Bildung als auch in Berufsfelder ermöglichen sollte. 

Entwickelt wurden Grundmodule, die es den Teilnehmenden ermöglichen, erworbene Kompetenzen zu festigen, im Bedarfsfall Nachqualifikation in einzelnen Kompetenzbereichen zu erlangen und neben Berufsorientierung und der Vorbereitung auf Berufsfelder formal einen Abschluss der 9. Schulstufe zu erlangen. Daran anschließend unterstützen Aufbaumodule durch Berufsvorbereitung und Vorbereitung auf die Aufnahmeverfahren den Einstieg in Berufsfelder mit konstant hoher Nachfrage (Gesundheitsberufe und Elementarpädagogik). Ein weiteres Aufbaumodul fördert die Textkompetenz (Lesen, Schreiben) in der Bildungssprache Deutsch. 

Der Beitrag stellt Erfahrungen und Ergebnisse aus Konzeption und Durchführung im Berufsfeld Gesundheit & Pflege vor und geht auf Zukunftsperspektiven ein. 

AUSGANGSLAGE 

Die Phase nach der 8. Schulstufe stellt aus mehreren Gründen einen kritischen Übergang dar: Mit dem Abschluss der Mittelschule oder des (erwachsenengerechten) Pflichtschulabschlusses ist die Schulpflicht im Sinne der dafür erforderlichen 9. Schuljahre nicht erfüllt. Das Konstrukt der 9. Schulstufe ist ein vielfach kritisiertes österreichisches Spezifikum: der Abschluss der Sekundarstufe 1 (8. Schulstufe) entspricht nicht der Erfüllung der Schulpflicht. Zudem entspricht auch eine erfüllte Schulpflicht mit 9 abgeschlossenen Schuljahren nicht einem Abschluss auf der 9. Schulstufe. 

Während andernorts die Erfüllung der Schulpflicht und der Abschluss der Sekundarstufe 1 zusammenfallen, finden Übergänge in Österreich gestaffelt nach der 8., 9. und partiell der 10. Schulstufe statt, es „gibt keine klare ‚Trennlinie‘ zwischen Pflichtschule und weiterführendem Bildungswesen. Das Schnittstellenmanagement ist durchaus problematisch und die Schülerinnen- und Schülerströme in der neunten Schulstufe sind entsprechend unstrukturiert.“² 

Zudem werden mit der „Pflichtschule“ bzw. mit dem Abschluss der Sekundarstufe 1 vielfach die für anschließende Ausbildungen erforderlichen Schulstufen nicht erreicht, durch höhere Einstiegsschwellen bei potenziellen Anschlussmöglichkeiten (auch betreffend Mindestalter) entstehen Wartezeiten, in denen viele Personen ohne weitere Begleitung als sogenannte „Neets“ für Bildungsprozesse verloren gehen und soziale Segregationen verstärkt werden. Für den Übergang in die Sekundarstufe II gilt Eder zufolge, „dass an diesem Übergang sekundäre Herkunftseffekte verstärkt eine Rolle spielen, d. h. dass Jugendliche mit weniger unterstützendem familiären Sozialkapital trotz vergleichbarer Leistungen Bildungslaufbahnen wählen, die weniger kosten und rascher zum Ziel der Berufstätigkeit führen. Besonders trifft dies auch für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu.“³

Für den Einstieg in Gesundheits- und Pflegeberufe, die dezidiert die 9. Schulstufe voraussetzen,4 stellt der Bildungsabschluss 9. Schulstufe demnach eine systemische Übergangsbarriere dar.

Die in Connect konzipierten Übergangsmodule schließen auf Angebots- wie auf systemischer Ebene Lücken und eröffnen Perspektiven für die Teilnehmenden, insbesondere für jene oben angesprochene Gruppe, die ein Mehr an Begleitung und kontinuierliche Weiterbildungspfade benötigt, um „Begrenzungen“ zu überwinden.

Angesprochen wurden im Projekt Connect vor allem drei Personengruppen: 

  • Absolvent*innen des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses (ePSA)5 mit Orientierungs- und teilweise Nachqualifizierungsbedarf; 
  • Personen mit absolvierter österreichischer Schulpflicht (neun Schuljahre), aber keinem Abschluss der 9. Schulstufe; 
  • Personen aus anderen Bildungssystemen kommend, die für den Einstieg in Berufsausbildungen die 9. Schulstufe benötigen; 

Eine Kooperation mit dem AMS Wien ermöglichte den Teilnehmenden soziale Absicherung durch die Förderung „Deckung des Lebensunterhalts“. 

MODELLENTWICKLUNG 

Ein Leitgedanke bei der Modellentwicklung war, ein erwachsenengerechtes Angebot für das Nachholen der 9. Schulstufe zu schaffen – im Niveau (mehr als) adäquat zum Angebot im Regelschulwesen (Polytechnische Schule PTS), bei reduziertem Fächerumfang analog dem Modell des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses mit zirka einem Viertel der an PTS verfügbaren Stunden. 

Das Modell verbindet wie die PTS allgemeinbildende Ergebnissicherung mit einer berufsvorbereitenden Komponente, die in den Grundmodulen thematisiert und in den Aufbaumodulen vertieft wird. 

Der zweistufige Aufbau ermöglicht eine flexible Nutzung: 

  • Grundmodul als Äquivalent zu den Kernzielen der PTS und damit der 9. Schulstufe (allgemeinbildende Ergebnissicherung aus ePSA, MS, AHS) in Kombination mit berufsorientierenden Modulen (zirka 360 UE);
  • Aufbaumodule: Berufsvorbereitung für das Berufsfeld sowie Modul Textkompetenz zur Vorbereitung auf einen Einstieg in Ausbildungswege mit gehobenen sprachlichen Anforderungen (á 120 UE).

Beide Module legen einen Fokus auf Orientierung und Persönlichkeitsbildung, z. B. sozial-kommunikative Schlüsselkompetenzen und (selbst-)reflexive Fähigkeiten. Die Curricula folgen einer Lernergebnis- und Kompetenzorientierung. Im Folgenden wird näher auf das Curriculum Kompetenzfeld Gesundheit und Pflege6  eingegangen. 

Curriculum Kompetenzfeld Gesundheit und Pflege

Im Grundmodul werden wesentliche Informationen zum Gesundheits- und Pflegesystem in Österreich, zum Berufsfeld und entsprechenden Ausbildungswegen vermittelt. Zudem werden im Hinblick auf Kompetenzanforderungen im Praxisalltag des Berufsfelds (z. B. körpernahe Tätigkeiten) notwendige personale und soziale Kompetenzen thematisiert, um Reflexion über die persönliche Eignung und Motivation für eine Ausbildung in diesem Bereich zu ermöglichen.

Im Aufbaumodul wird die Auseinandersetzung mit dem angestrebten Berufsfeld und den dafür erforderlichen Kompetenzen vertieft und eine gezielte Vorbereitung auf die Aufnahmeverfahren in Ausbildungsgängen (Heimhilfe, Alltagsbegleitung, Pflegeassistent*in etc.) angeboten.

Bei den Aufnahmeverfahren kommt es in der Regel zur Einschätzung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Das Aufbaumodul legt deshalb Schwerpunkte auf Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen in situationsbezogenen Settings und auf einen Einblick in das Spektrum der Aktivitäten im Berufsfeld, begleitet von einem weiteren Ausbau der berufsfeldbezogenen Sprachkompetenzen. 

Die Vermittlung berufsbezogener Aktivitätsbereiche erfolgt unter Bezugnahme auf die in den Pflegewissenschaften verbreitete Strukturierung des Pflegeprozesses nach dem Konzept der AEDL (Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens) von Monika Krohwinkel. Es wurden Vereinfachungen vorgenommen (Fokus auf praktisches Handeln), aber auch Erweiterungen dieses Konzepts wie z. B. die Betonung der sozialen Beziehungen im erweiterten Modell ABEDL7 und ein Fokus auf geschlechts- und kultursensiblen Pflege.8

Berufsfeldbezogene Sprachkompetenzen sind nicht nur für den Zugang zu weiteren Ausbildungen zentral, sondern auch für erfolgreiches Bestehen der anschließenden Ausbildungsgänge und nicht zuletzt eine berufliche Tätigkeit in der Pflege. Umgangssprachliche Kenntnisse spielen in der Betreuung eine wesentliche Rolle und werden bei Erweiterung des Wortschatzes mitberücksichtigt.

Dem Curriculum liegt ein dynamisches und pragmatisches Konzept von „Berufssprache“ in einem Kontinuum zwischen Allgemeinsprache und Fachsprache zugrunde, das über einen auf berufsspezifischen Fachwortschatz verengten Sprachunterricht hinausgeht. 

Im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen diese Bildungsziele: 

  • grundlegender Einblick in die Strukturen des Gesundheits- und Pflegesystems,
  • Kenntnis der Berufs-/Aufgabenfelder in Gesundheits- und Pflegeberufen,
  • Kenntnis der möglichen Ausbildungswege im Gesundheits- und Pflegebereich,
  • Einblick in die Herausforderungen der pflegerischen Arbeit,
  • Klärung der Eignung und Motivation für einen Beruf im Gesundheitsbereich,
  • Vertiefte Auseinandersetzung und Erweiterung der sozialen/personalen und insbesondere kommunikativen,
  • Kompetenzen als Voraussetzung für einen Beruf im Gesundheits-/Pflegebereich,
  • Überblick über Handlungsfelder im Bereich Pflege/Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen,
  • Ausbau der berufsfeldbezogenen Sprachkompetenzen.

UMSETZUNG & HERAUSFORDERUNGEN 

Das Curriculum wurde unter Einbindung von Fachexpert*innen erstellt und in drei Pilotdurchgängen erprobt, durch Reflexionsgespräche mit den Unterrichtenden evaluiert und bedarfsorientiert adaptiert. Angeboten wird zielgruppengerechter Unterricht mit Praxisbezug – durch Unterrichtende mit beruflicher Erfahrung in den Berufsfeldern, Exkursionen und Gesprächen mit Menschen aus dem Berufsfeld. 

Eingebettet ist der Unterricht in vorgelagerte und begleitende Maßnahmen. Alle Teilnehmenden nehmen im Aufnahmeverfahren an einer schriftlichen Sprachstandserhebung sowie einem Einzel- und Gruppengespräch teil. Die Entwicklung von sozialen und personalen Kompetenzen unterstützt das sozialpädagogische Team im Gruppensetting. Auf individueller Ebene stehen Bildungscoaching und Sozialberatung zur Verfügung. 

Mit dieser Angebotsstruktur konnte auf Herausforderungen in der Umsetzung flexibel reagiert werden.  

Herausforderung Externistenprüfungen: In Folge einer Verordnung der Bildungsdirektion Wien zu Projektbeginn konnten die Teilnehmenden nicht wie geplant an einer Prüfungsschule geprüft werden, sondern wurden entsprechend ihrem Familiennamen verschiedenen Externistenprüfungsschulen zugeordnet. Der modulare Aufbau ermöglicht flexible Lösungen, um z.B. ergänzende Inhalte schulautonomer Schwerpunktsetzungen für die Externistenprüfungen zu erarbeiten und die Teilnehmenden durch die mehrwöchige Prüfungsphase zu begleiten. 

Herausforderung Niveauunterschiede bei den Eingangskompetenzen: Mit Vertiefungsstunden für die Teilnehmenden mit dem größten Förder- bzw. Nachholbedarf wird ein Ausgleich einzelner Kompetenzlücken ermöglicht.

Bewährt hat sich die sozialpädagogische Begleitung: Im Gruppensetting unterstützt sie die Teilnehmenden dabei, ihre sozialen und personalen Kompetenzen und ihre Handlungskompetenzen in Bezug auf Konfliktmanagement, Konsumentenschutzbestimmungen, politische Partizipation etc. zu erweitern. Die sozialpädagogische Begleitung im Einzelsetting fokussiert auf individuelle psychosoziale Beratung und Stabilisierung bzw. Empowerment. Vor allem in der Corona-Pandemie konnte durch eine entsprechende Vorbereitung der Teilnehmenden (Signal, Zoom, Lernplattform) gleich zu Beginn der Maßnahme und laufende Begleitung durch die Sozialpädagog*innen der mehrfache Wechsel zwischen Präsenz- und Onlineunterricht von den Teilnehmenden gut bewältigt werden. 

ERGEBNISSE, PROJEKTERFOLGE, AUSBLICK

Das Modell ist erfolgreich, sowohl hinsichtlich des Nachholen des formalen Abschlusses als auch hinsichtlich der Vorbereitung auf berufliche Ausbildungen und Berufstätigkeit. 

  • Teilnehmende schließen die 9. Schulstufe erfolgreich ab: In den drei Pilotlehrgängen gab es einen geringen Drop-out (maximal zwei von 20 Teilnehmenden) und hohe Abschlussraten bei der Externistenprüfung für die 9. Schulstufe (jeweils über 90 Prozent). 
  • Connect bereitet auf berufliche Ausbildungen und Berufstätigkeit vor: derzeit oder demnächst in Ausbildung bzw. beruflich tätig sind knapp 40 Prozent der Absolvent*innen – u. a. in den Bereichen Heimhilfe, Fachsozialbetreuerin oder Pflegeassistenz.   

Die Nachfrage nach Kursplätzen für die Vorbereitung auf die Externistenprüfung 9. Schulstufe lag im Projektzeitraum (2019–2022) immer über dem Angebot von 20 Kursplätzen pro Pilotierung. Aktuell werden die Übergangsmodule durch das AMS gefördert angeboten. 

Mittelfristiges Ziel könnte ein erwachsenengerechter polytechnischer Lehrgang sein, der in das Bildungssystem eingepasst ist und wie der erwachsenengerechte Pflichtschulabschluss als eigenständiger Abschluss der Erwachsenenbildung formal anerkannt wird. //

Kontakt: connect@vhs.at

1   Vgl. https://www.bmbwf.gv.at/dam/jcr:f7db3b43-980e-4f59-aabb-0661f4f140b6/esfcall_2018_0022.pdf

2  Österreichische Industriellenvereinigung IV (2016): Beste Bildung für Österreichs Zukunft. Bildung neu denken. Schule besser leben, S. 16. Verfügbar unter:   https://www.iv.at/media/filer_public/8d/40/8d40f1ff-c8f1-4a95-aafc-445159e3e596/beste_bildung_fur_osterreich_25112016-lr.pdf [3.7.2019].

3   Eder, Ferdinand (2013): Zugänge und Übergänge in der Sekundarstufe – Spezifika in Österreich. Präsentation im Workshop „Individuelle und institutionelle Übergänge im Bildungssystem – Lost in Transition?“ der ARGE BILDUNG UND AUSBILDUNG der Österreichischen Forschungsgemeinschaft, 13.–14.5.2013; S. 11. Verfügbar unter: https://www.oefg.at/legacy/text/veranstaltungen/lost_in_transition/Beitrag_Eder.pdf  [18.6.2019].

4   Aktuell betrifft dies die Ausbildung zur Pflegeassistenz (und in Folge zur Pflegefachassistenz). Vorausgesetzt wird eine „erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe oder der Pflichtschulabschluss-Prüfung“. Bezüglich der Akzeptanz der Pflichtschulabschlussprüfung gab es widersprüchliche Aussagen von Connect-Bewerber*innen und Ausbildungseinrichtungen. Entscheidend ist dadurch mitunter der Zusatz „Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch die Direktorin / den Direktor bzw. die Lehrgangsleiterin / den Lehrgangsleiter“ (S. 126). Verfügbar unter: https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:e8c34dd6-725e-465a-a213-b4f1ba9b2b64/Gesundheitsberufe%20in%20%C3%96_2020_pdf.pdf  [27.9.2022].

5   Vgl. https://erwachsenenbildung.at/themen/zweiter-bildungsweg/exemplarische-angebote/pflichtschulabschluss.php [27.9.2022].

6   Unveröffentlichtes Projektprodukt.

7   Vgl. dazu u. a. http://www.pflegewerte.de/wp-content/uploads/2017/09/ABEDL-AEDL-nach-Krohwinkel-pdf.pdf [6.2.2020].

8   Vgl. u. a. Pfabigan, Doris (2007): Kultursensible Pflege und Betreuung. Methodische Ermutigungen für die Aus- und Weiterbildung. Mit Gastbeiträgen von Sophia Plöchl und Sabine Zelger. Verfügbar unter: http://www.new-views.eu/resources/hb-method-ermutigungen-2.pdf [3.2.2020].

9   Mit Berichtslegung waren 25 von 68 Absolvent*innen in den über Connect vorbereiteten Berufsfeldern tätig (diese Zahlen beinhalten auch das Berufsfeld Elementarpädagogik). Nicht inkludiert sind in dieser Zahl jene Personen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz waren oder zusätzliche Deutschkurse besuchten. Siehe: https://wien.arbeiterkammer.at/akfuersie, S. 13.

Csencsics, Tina/Seyr, Doris/Veichtlbauer, Judith (2022): Durchlässigkeit ermöglichen: Wege in die Pflege durch das Modellprojekt Connect. In: Die Österreichische Volkshochschule. Magazin für Erwachsenenbildung. Herbst 2022, Heft 277/73. Jg., Wien. Druck-Version: Verband Österreichischer Volkshochschulen, Wien.

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