An österreichischen Volkshochschulen wurden im Kursjahr 2024/25 beziehungsweise 20251 56.095 Veranstaltungen mit 670.504 Teilnahmen gezählt. Davon entfällt der weitaus überwiegende Teil auf Kursformate: 49.767 Kurse mit 487.398 Teilnahmen. Im Bereich der Kurzveranstaltungen wurden 6.328 Veranstaltungen mit 183.106 Besuchen verzeichnet. Das bedeutet eine erfreuliche Steigerung der Anzahl der Veranstaltungen um 3,3 Prozent und der Teilnahmen um 1,6 Prozent. Zahlenmäßig nähern sich damit die österreichischen Volkshochschulen wieder dem Vor-Corona-Niveau an.
Diese insgesamt positive Bilanz geht auf eine Steigerung im Kursbereich zurück: Plus 3,8 Prozent bei der Anzahl der Kurse und 3,1 Prozent bei den Kursteilnahmen, was in absoluten Zahlen eine beachtliche Zahl von zusätzlichen 1.833 Kursen und 14.815 Teilnahmen bedeutet. Demgegenüber kam es im Einzelveranstaltungsbereich zu leichten Rückgängen.
Eine mit den Einschränkungen während der Corona-Pandemie einsetzende Entwicklung schreibt sich mit einer weiteren leichten Abnahme der durchschnittlichen Kursdauer fort, die jetzt bei 16,3 Unterrichtseinheiten liegt.2 Ein Kurs wird dabei von durchschnittlich 9,8 Teilnehmer*innen besucht. Der Frauenanteil bei den Kursteilnahmen liegt bei 73,5 Prozent.
Fachbereiche
Die bis hierhin gezeigten Leistungsdaten sind eine Zusammenschau einer in institutioneller Hinsicht vielfältigen Volkshochschullandschaft in Österreich, aber auch eines inhaltlich breiten Spektrums an Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen. Dieser zweite Aspekt des Angebotsspektrums soll hier anhand verschiedener Betrachtungsweisen in kurzen Blitzlichtern beleuchtet werden.
Der Bereich der Gesundheitsbildung ist gemessen an der Anzahl der Teilnahmen und der Anzahl der Kurse mit einem Anteil von 42 Prozent beziehungsweise 35,6 Prozent der größte Fachbereich, gefolgt von den Sprachen mit einem Teilnahmenanteil von 22 Prozent und einem 25,2 Prozent-Anteil bei den Kursen.
Betrachtet man die Fachbereiche anhand der Kursdauer, ist der Sprachenbereich mit einem Anteil an den Unterrichtseinheiten von 33,5 Prozent der mit Abstand größte Fachbereich. Bemerkenswert dabei ist die weitere Rangfolge: Nach der Gesundheitsbildung mit einem Anteil von 21, 9 Prozent folgt bereits knapp dahinter der Fachbereich Grundbildung und Basisbildung mit einem Anteil an den Unterrichtseinheiten von 20,2 Prozent. Insgesamt sind diese drei Fachbereiche für über 75 Prozent beziehungsweise 610.576 der gesamten 808.208 Unterrichtseinheiten in VHS-Kursen verantwortlich.
Quelle: VHS-Statistik, Verband Österreichischer Volkshochschulen
Die Teilnahmeeinheiten stehen für die von den Teilnehmer*innen absolvierten Unterrichtseinheiten. Sprachen und Gesundheitsangebote stehen hier mit einem Anteil von 31,4 und 25,3 Prozent an erster Stelle. Bemerkenswert ist zudem, dass die Bereiche Grundbildung/Basisbildung und der Zweite Bildungsweg gemeinsam – sie bildeten bis vor kurzem noch einen gemeinsamen Fachbereich – auf einen Teilnahmeeinheiten-Anteil von 27,8 Prozent kommen. Hervorzuheben ist dieser große Anteil der letztgenannten beiden Fachbereiche, da sie sich in ihrer Altersgruppenzusammensetzung insofern deutlich von den anderen Fachbereichen abheben, da in ihnen insbesondere jüngere Zielgruppen vertreten sind. 65,2 Prozent der Teilnehmer*innen im Fachbereich Grundbildung und Basisbildung sind unter 15 Jahren alt. 46,9 Prozent der Teilnehmer*innen im Zweiten Bildungsweg gehören zur Altersgruppe 20 bis 29 Jahre. Da sich in den Teilnahmeeinheiten die Dauer der Anwesenheit der TeilnehmerInnen ausdrückt, sind sie sozusagen auch mitprägend für das Erscheinungsbild der Volkshochschulen. Das heißt, die Volkshochschulen erscheinen jünger, als es die herkömmliche Altersgruppenbetrachtung anhand der Teilnahmenstatistik erwarten lässt.
Was den Vorjahresvergleich betrifft, sei hier noch in aller Kürze auf gegenläufige Entwicklungen bei den beiden großen Fachbereichen hingewiesen. Während der Fachbereich Gesundheit und Bewegung Teilnahmenzuwächse von 3,4 Prozent verzeichnet, gingen die Teilnahmen in den Sprachkursen um 1,5 Prozent zurück.
Altersgruppen
Die mit leichtem Vorsprung größte Altersgruppe im Kursbereich der Volkshochschulen sind die 30 bis 39-Jährigen mit einem Teilnahmenanteil von 17,1 Prozent, gefolgt von den 60 bis 69-Jährigen mit 17 Prozent. Am drittstärksten vertreten sind die 50 bis 59-Jährigen mit 15,5 Prozent.
Quelle: VHS-Statistik, Verband Österreichischer Volkshochschulen
Gemeindeerhebung
2025 wurde nach mehreren Jahren wieder die Gebietsabdeckung der Volkshochschulen in Österreich erhoben. Die letzten Zahlen dazu stammen aus dem Jahr 2018. Dabei wurde danach gefragt, in welchen Gemeinden die Volkshochschulen im abgelaufenen Kursjahr mit einem Angebot vertreten waren. Das trifft auf insgesamt 792 der 2.092 Gemeinden in Österreich zu, was einem Anteil von 37,9 Prozent entspricht (2028: 37,5 Prozent). In diesen 792 Gemeinden mit VHS-Aktivität leben 73,9 Prozent der Einwohner*innen Österreichs (2018: 73,5 Prozent). Die Volkshochschulen können damit ihre Bedeutung als österreichweiter Bildungsnahversorger weiter behaupten. //
Quelle: Gemeindeerhebung, Verband Österreichischer Volkshochschulen














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