Die VHS geht noch lange nicht in Pension!
60 Jahre Volkshochschule Korneuburg

Der große Rathaussaal wurde fast zu klein für den Festakt. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrengästen, allen voran der Generalsekretär des Verbands Österreichischer Volkshochschulen Dr. Gerhard Bisovsky sowie der Landtagsabgeordnete Karl Bader, feierten der Vorstand, viele Kursleiterinnen und Kursleiter sowie Freunde und Unterstützende der VHS ein beeindruckendes Jubiläum.

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Von links nach rechts: Bernadette Haider-Wittmann (Obfrau VHS Korneuburg), Gabriele Ehmayer (Leitung und Fachbereich Arbeitsmarktqualifizierung), Christine Andel (Fachbereich Sprachen).
Foto: VHS Korneuburg

Auf den Tag genau – am 8. April 1956 – erfolgte die Gründung der VHS Korneuburg und seither werden dort kontinuierlich vielfältige Möglichkeiten der Bildung und Freizeitgestaltung geboten. So war dieser Abend zugleich auch eine kleine Leistungsschau – das Programm wurde nämlich von einer Trommelgruppe, einem Tango-Paar und einer Ausstellung des VHS-Künstlerforums „ArtPoint“ umrahmt. Die Festrednerinnen und Festredner hoben die beachtlichen Leistungen und die Bedeutung dieser Institution der Erwachsenenbildung hervor. Korneuburg hat eine der ältesten und größten Volkshochschulen Niederösterreichs, die bis zu 400 Kurse jährlich anbietet. Hier kann man unter anderem 16 verschiedene Sprachen lernen, in Keramik- oder Malkursen seine Kreativität ausleben und an Yoga- oder Gymnastikkursen teilnehmen. Die VHS Korneuburg trainiert eine erfolgreiche Cheerleader-Gruppe, organisiert eine Fotoschule, ist lizensiertes Prüfungszentrum für ÖSD und ÖIF, hält neuerdings auch Lernförderkurse im Sommer ab und bietet kostenlose Bildungsberatung an. Und das ist längst nicht alles, wie ein Blick auf die neue Homepage www.vhs-korneuburg.at zeigt. Generalsekretär Bisovsky betonte in seiner Rede, dass die VHS in den vergangenen Jahrzehnten für Tausende von Menschen aus Korneuburg und Umgebung der „Bildungsnahversorger“ schlechthin gewesen sei und damit auch eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe erfülle. Hier ist der Ort, an dem auch über die Schulzeit hinaus lebensbegleitendes Lernen in professionellem Rahmen möglich ist. Es geht also nicht nur um Tradition, sondern auch um Innovation. Als aktuelles Beispiel wurde hier das Engagement der VHS in der Flüchtlingshilfe genannt, wobei auch mit anderen NGOs, wie dem Roten Kreuz oder SOS Mitmensch, kooperiert wird.

Natürlich kann so ein Festakt nicht stattfinden, ohne verdiente Personen zu würdigen. Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt die langjährige VHS-Leiterin Gabriele Ehmayer, nämlich das Große Verdienstzeichen des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Sie selbst nutzte wiederum die Gelegenheit, um zahlreiche Kursleiterinnen und Kursleiter zu ehren, die schon seit vielen Jahren im Auftrag der VHS tätig sind. Nach einer abschließenden Darbietung der Trommelgruppe und der Eröffnung der Vernissage von „ArtPoint“ stießen die Festgäste schießlich auf die nächsten 60 Jahre der VHS Korneuburg an. //

Andel, Christine (2016): Die VHS geht noch lange nicht in Pension! 60 Jahre Volkshochschule Korneuburg. In: Die Österreichische Volkshochschule. Magazin für Erwachsenenbildung. April 2016, Heft 258/67. Jg., Wien. Druck-Version: Verband Österreichischer Volkshochschulen, Wien.

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